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Autoritäre Dynamiken in modernen Gesellschaften. - Entstehungskontexte und Erklärungsansätze von autoritärem Denken - Teil 2 - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Projekttutorium Veranstaltungsnummer 53055
Semester SoSe 2019 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich

Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Di. 14:00 bis 16:00 wöch
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Institutsgebäude - 004 Universitätsstraße 3b (UNI 3) - (Unterrichtsraum)   findet statt     50
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Deltau, Max
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Sozialwissenschaften Monobachelor ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Programmstudium-o.Abschl.  Sozialwissenschaften Programm ( POVersion: 1999 )   -  
Bachelor of Science  Sozialwissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Sozialwissenschaften Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Sozialwissenschaften
Inhalt
Kommentar

„Die Arbeit von anderen Aktivitäten des Lebens zu trennen und sie dem Gesetz des Marktes zu unterwerfen, bedeutet alle organisatorischen Formen des Seins auszulöschen und sie durch eine andere Organisationsform zu ersetzen, eine atomistische und individualistische.“ (Polanyi: 224)

Dies ist der zweite Teil des Projekttutoriums „Entstehungskontexte und Erklärungsansätze von autoritärem Denken“. Nachdem wir uns im ersten Semester im Besonderen mit einem sozialpsychologischen Zugang zur Erklärung der aufstrebenden autoritären Bewegungen in der Welt näherten, werden wir uns im zweiten Semester gesellschaftlichen Widersprüchen und Irrationalitäten auf einer makroanalytischen Ebene zuwenden.
Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist die Annahme, dass autoritäre Bewegungen Bedürfnisse bei ihren potenziellen oder faktischen Wähler ansprechen, die in gesellschaftlichen Prozessen erschaffen werden. Wir wollen daher die Ursachen dieser Bedürfnisse erforschen.
Im Vordergrund soll dabei die Untersuchung und das Verständnis der Konstitution von modernen Gesellschaften, mit besonderer Aufmerksamkeit für die deutsche Gesellschaft, stehen. Wir werden dabei unweigerlich auf gesellschaftliche Widersprüche stoßen. Widersprüche aufzuzeigen und zu durchdringen ist eine Hauptaufgabe der Sozialwissenschaften.
Ausgehend von diesen Annahmen analysieren wir die Ursprünge und Veränderungen der heutigen „Marktgesellschaften“. Dabei soll sowohl die systemische Ebene, das Verhältnis von Kapitalismus und Demokratie, als auch die Ebene der unmittelbaren Auswirkungen auf das Individuum, Stichwort: Subjektivierungsformen; zur Erklärung von autoritären Dynamiken herangezogen werden.
Zuletzt betrachten wir dir leidtragenden Gruppen dieser Dynamik.
Das momentane, scheinbar nicht zu stoppende Erstarken von autoritären Bewegungen und rechtsextremen Akteuren macht eine fundierte, sozialwissenschaftliche Analyse der Ursachen ihres Erstarkens dringlicher den je

Literatur

Bröckling, Ulrich (2007): Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. Berlin: Suhrkamp.
Han, Byung-Chul (2016): Psychopolitik. Neoliberalismus und die neuen Machttechniken. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch.
Heitmeyer, Wilhelm (2018): Autoritäre Versuchungen. Berlin: Suhrkamp
Marx, Karl (1968): Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation. In: Marx, Karl; Engels Friedrich: Gesammelte Werke, Band 23. Das Kapital, Band I, Seite 741 – 791. Berlin: Dietz-Verlag.
Nachtwey, Oliver (2017): Die Abstiegsgesellschaft. Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne. Berlin: Suhrkamp.
Polanyi, Karl (2015): The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystem. Berlin: Suhrkamp.

Bemerkung

Das Projekttutorium richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und Fachsemester. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2019. Aktuelles Semester: WiSe 2019/20.
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