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Medizin und Kultur - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 532834Ü
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist - Eine Belegung ist online erforderlich ÜWP: Zentrale Frist (nur fachfremde Studierende)    01.07.2020 - 19.11.2020    aktuell
Beschreibung :
Falls Sie in den Belegungsinformationen zu dieser Lehrveranstaltung (Meine Veranstaltungen) nach dem 30.10.2020 noch den Status "AN" bzw. "angemeldet" sehen, dann wurden Sie auf einer Nachrückerliste vorgemerkt. Bitte fragen Sie bei den jeweiligen Dozierenden, ob Plätze in der LV bereits zur Verfügung stehen bzw. bitten Sie - falls Sie bereits teilnehmen - darum, den Status der Belegung zu ändern. Sie tun das am besten per Mail an die Einrichtungsadministratoren mit Kopie an die Dozierenden der LV.
Die Anmeldung ist grundsätzlich bis zum 19.11.2020 möglich. Eine Zulassung kann nur entsprechend der verfügbaren freien Plätze erfolgen.
Wichtige Änderungen

Den Link zur ersten offenen Zoom-Sitzung sowie wichtige einführende Informationen erhalten Sie in diesem offenen Moodle-Begrüßungskurs.

Weitere wichtige Informationen zum Wintersemester erhalten Sie außerdem auf der Homepage des Institutes: https://www.culture.hu-berlin.de/de/studium/digitales-wintersemester-2020-21/allgemeine-informationen

Bitte beachten Sie den veränderten Termin!

Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 10:00 bis 12:00 wöch 03.11.2020 bis 23.02.2021      findet statt     3
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Scharbert, Gerhard , Dr. phil. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

In seinem Roman Der Zauberberg läßt Thomas Mann den Protagonisten Hans Castorp sagen: „Es wäre gut, wenn außer dem
lyrischen […], dem künstlerischen Verhältnis noch ein anderes vorhanden wäre, wenn man die Dinge, kurz gesagt, noch unter
einem anderen Gesichtswinkel auffaßte, zum Beispiel dem medizinischen.“
Das Seminar versucht anhand einiger charakteristischer historischer Schnittstellen das Verhältnis medizinisch-naturkundlicher
Diskurse zur Formation kultureller Tatsachen nachzuzeichnen. So werden wir im Verlauf die Beziehungen von Anatomie und
Taxonomie, Physiologie und Normativität, Vererbung und Erbe, von Psychiatrie und Ästhetik sowie Neurowissenschaft und
Erkenntnistheorie in den Blick nehmen. Auf diese Weise werden Bedingtheiten physischer menschlicher Existenz als Fluchtlinien
deutlich, deren experimentelle Überschreitung sie immer aufs neue in kulturelle Formationen eingeschrieben hat. Dabei werden
wir wissenschaftsgeschichtliche Methoden als ein Instrument der Kulturwissenschaft anzuwenden versuchen. Aus aktuellem Anlaß richten wir den Blick auch auf Seuchen und Infektionskrankheiten, die man beginnt, seit dem 19. Jahrhundert systematisch zu erforschen und zu bekämpfen.
Literatur zur ersten Orientierung:
Canguilhem, Georges: Wissenschaftsgeschichte und Epistemologie Frankfurt am Main 1979; Ders.: Das Normale und das
Pathologische Frankfurt am Main-Berlin-Wien 1977; Gonzales-Crussi, Frank: Verbotene Blicke, schamloses Sehen. Das Auge und
die Welt Berlin 2007; Hagner, Michael (Hg.): Ansichten der Wissenschaftsgeschichte Frankfurt am Main 2001; Ders. (Hg.): Ecce
Cortex. Beiträge zur Geschichte des modernen Gehirns Göttingen 1999; Kittler, Friedrich A.: Draculas Vermächtnis In: Ders.:
Draculas Vermächtnis. Technische Schriften Leipzig 1993; Mayer-Staineg / Sudhoff, Karl: Illustrierte Geschichte der Medizin
München 5. Aufl. 2006; Scharbert, Gerhard: Dichterwahn. Über die Pathologisierung von Modernität München 2010

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin