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Geste und Ereignis - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 532841
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Wichtige Änderungen

Die verbindliche Anmeldung erfolgt nach der ersten Zoom-Sitzung der jeweiligen Veranstaltung – eine Anmeldung über Agnes ist nicht möglich. Den Link zur ersten offenen Zoom-Sitzung sowie wichtige einführende Informationen erhalten Sie in diesem offenen Moodle-Begrüßungskurs.

Weitere wichtige Informationen zum Wintersemester erhalten Sie außerdem auf der Homepage des Institutes: https://www.culture.hu-berlin.de/de/studium/digitales-wintersemester-2020-21/allgemeine-informationen

Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mo. 14:00 bis 16:00 wöch 09.11.2020 bis 22.02.2021      findet statt     25
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Platt, Kristin , Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Science  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Kulturwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kulturwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Nicht zuletzt der Kniefall, der 2017 von Football-Star Colin Kaepernick eingeführt wurde und die derzeitigen „Black Live Matters“-Proteste begleitet, macht deutlich, dass Gesten eine zentrale Funktion zukommt, um die Bedeutung von Ereignissen zu unterstreichen. Mit Gesten wird Zugehörigkeit betont, Gesten sind Bestandteil sozialer oder politischer Rituale.
Bereits mit den Arbeiten von Johan Huizinga oder Jean-Michel David lässt sich der Ort von Gesten in politischen Ritualen bestimmen. Mit André Leroi-Gourhan können Gesten als materielle Symbole verstanden werden; sie gehören zu Markierungstechniken, die mit der Erfahrung von Zeit synchronisieren.
Das Seminar stellt kurz historische Forschungen sowie kommunikations- und diskurstheoretische Perspektiven vor (u.a. J. Links „Kollektivsymbol“). Ergänzend werden kulturpsychologische (interkulturelle Verstehbarkeit von Gesten) und kulturphilosophische Aspekte (V. Flusser) eingeführt.
Der Schwerpunkt liegt auf der Konfrontation aktueller Beobachtungen mit kulturwissenschaftlichen Fragen nach Gesten – als Kulturtechnik der Entschlüsselung, der Ausdehnung von Gegenwart, des symbolischen Verweises auf Vergangenheit. Entsteht die Bedeutung einer Geste, wenn sie ausgeführt, oder wenn sie beobachtet wird? Wie ist die Beziehung der Geste zum Raum, wie zur Zeit?
Im Verlauf der Veranstaltung wird in die Schriften ausgewählter kulturwissenschaftlicher Theoretiker eingeführt.

Literatur

Allert, Tilman: Der deutsche Gruß. Geschichte einer unheilvollen Geste, Berlin: Eichborn 2005.
Flusser, Vilém: Gesten. Versuch einer Phänomenologie, Düsseldorf u.a.: Bollmann 1991.
Macho, Thomas: Befehlen. Kulturtechniken der sozialen Synchronisation, in: Kulturtechniken der Synchronisation, hrsg. von Ch. Kassung und Th. Macho, München: Wilhelm Fink 2013, S. 57-75.
Richtmeyer, Ulrich et al. (hg.): Bild und Geste. Figurationen des Denkens in Philosphie und Kunst, Bielefeld: Transcript 2014.
Warburg, Aby: Schlangenritual. Ein Reisebericht, Berlin: Wagenbach 2017 (zuerst 1988).
Wulf, Christoph: Einleitung, in: Die Geste in Erziehung, Bildung und Sozialisation. Ethnographische Feldstudien, hrsg. von dems. et al., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011, S. 7-26.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2020/21 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin