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Arts and Crafts - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 533638
Semester WiSe 2019/20 SWS 2
Rhythmus Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
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Termine

Gruppe 1 iCalendar Export iCalendar Export
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
iCalendar Export Mo. 10:00 bis 12:00 wöch 21.10.2019 bis 10.02.2020 
Einzeltermine anzeigen
Pergamonpalais - 3.42 Georgenstraße 47 (GEO 47) - (Besprechungsräume allgemein)   findet statt    
Gruppe 1:
Zur Zeit keine Belegung möglich


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Ehninger, Eva, Professorin, Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Kunst- und Bildgeschichte Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )     -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Inhalt
Kommentar

Die Arts and Crafts-Bewegung in Großbritannien ist in Reaktion auf die zunehmende Industrialisierung entstanden, die während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend alle Lebensbereiche berührte. Ihre Wortführer, wie beispielsweise der Philosoph John Ruskin oder der Architekt William Morris, verbanden mit dem Bekenntnis zum Handwerk und den mit ihm verbundenen Fähigkeiten und Qualitäten die Abwertung von industriell und seriell hergestellten Konsumprodukten als unästhetisch, seelenlos und zudem moralisch fragwürdig. Im Rahmen des Seminars werden neben den theoretischen Grundlagentexten die Objekte und Produkte der Arts and Crafts-Bewegung – beispielsweise Möbel, Geschirr, Tapetendesign, Vorhang- und Teppichstoffe – sowie deren Arrangement im viktorianischen Interieur im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Dazu werden sowohl zeitgenössische Gemälde, beispielsweise von John Everett Millais, William Holman Hunt oder Edward Burne-Jones, als auch fotografische Dokumentationen von Interieurs herangezogen. Ein weiterer Fokus ist zudem die erfolgreiche Verbreitung der durch Ruskin, Morris und ihre Mitstreiter formulierten Geschmacksregeln in populären Magazinen, und deren Anwendung im Rahmen industrieller Fertigung. Grundsätzlich lässt sich die Arts- and Crafts-Bewegung in ihrem moralischen Anspruch, ihrer Suche nach vorindustriellen Modellen von Arbeit, und ihrer Ambivalenz zwischen sozialem Konservatismus (Ruskin) und Radikalismus (Morris) als ein ganz und gar modernes Phänomen beschreiben, und soll als solches kritisch analysiert werden.

Literatur

Primärliteratur: Charles Eastlake: Hints on Household Taste. The Classic Handbook of Victorian Interior Decoration, London 1868; William Morris: Lectures (1877/1881/1888/1889), in: Ders., News from Nowhere and Other Writings, London 1993; Augustus Pugin: Contrasts: A Parallel between the Noble Edifices of the Fourteenth and the Fifteenth Centuries, and Similar Buildings of the Present Day, London 1841; John Ruskin: The Seven Lamps of Architecture, London 1849; John Ruskin: The Stones of Venice, London 1851;

Grundlegende Literatur: Elizabeth Cumming/Wendy Kaplan: The Arts and Crafts Movement, London 1991; Martin Ellis/Timothy Barringer (Hg.): Victorian Radicals: From the Pre-Raphaelites to the Arts & Crafts Movement, London 2018; Mary Greensted: The Arts and Crafts Movement in Britain, London 2010; Monica Penick/Christopher Long: The Rise of Everyday Design: The Arts and Crafts Movement in Britain and America, New Haven/London 2019;

Strukturbaum

Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2019/20. Aktuelles Semester: SoSe 2020.
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