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Europäische Stadtplanung am Beispiel Calcuttas und New Delhis - Detailseite

Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Veranstaltungsnummer 53726
Semester SoSe 2021 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfristen - Eine Belegung ist online erforderlich Zentrale Nachfrist    12.04.2021 - 15.04.2021    aktuell
Zentrale Frist    01.03.2021 - 07.04.2021   
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Di. 12:00 bis 14:00 wöch 13.04.2021 bis 13.07.2021  edison höfe - 217 Invalidenstraße 118 (I118) - (Unterrichtsraum)   findet statt     30
Gruppe 1:


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Mann, Michael , Prof. Dr.
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Master of Arts  Süd-u. Südostasienstudien Hauptfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   2 -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften
Inhalt
Kommentar

Die Vorlesung versteht sich als Teil einer Debatte um Stadtentwicklung und Urbanisierung, wie sie seit dem 16. Jahrhundert weltweit stattgefunden hat. „Mega Cities“ und „Global Cities“ sind nur die neuesten Erscheinungen (und intentionaler Definitionen) in diesen seit einem halben Jahrtausend anhaltenden radikalen Veränderungen der städtischen Erscheinungsbilder. Die schiere Zunahme der urbanen Bevölkerung ist nur ein Aspekt dieser Entwicklung, ein anderer ist der wachsende, immer weiter ausgreifende städtische Raum, der schließlich in urbane Agglomerationen (Ruhrgebiet, Tokyo, New Delhi, Mexico City) mündet.

 

Zunächst werden Konzepte und Ideen der europäischen Stadtplanung vorgestellt, wie sie seit dem 15. Jahrhundert zunächst in Italien, dann in Frankreich und schließlich in Deutschland entwickelt wurden. Anhand ausgewählter Stadtbeispiele (neben Rom unter anderem Wien, Berlin, Paris, London und Edinburgh) soll die Entwicklung der „modernen“ europäischen Stadt aufgezeigt werden, wie sie sich schließlich im 18. Jahrhundert zeigte. Neben den konzeptuellen Ideen einer Stadt spielt die Stadtplanung und das „urban design“ eine prominente Rolle. Zu betonen ist, dass Stadt keine statische Einheit, sondern permanentem Wandel unterworfen ist.

 

Neben der Architektur und dem Baustil als Bestandteil des „urban design“ gehört auch die Platzierung von öffentlichen Gebäuden und die Anlage von Straßen und Plätzen zu den Kernbereichen der Stadt und ihrer Planung – nicht nur in Europa. Das gilt jedoch besonders für Hauptstädte, denen zusätzlich die Aufgabe der politischen Machtdemonstration zukommt. Diese kann freilich ganz unterschiedlich ausfallen. Und auch hier gilt: Mit sich änderndem Zeitgeschmack und Repräsentationsbedürfnis verändert auch jetzt eine Stadt stets und ständig ihr Erscheinungsbild. Modelle und Theorien zur Stadtentwicklung und Stadtentwicklung bilden daher einen wichtigen Bestandteil der Vorlesung.

 

Lernziel ist unter anderem, den Blick für die eigene (und in Folge für die fremde) urbane Umgebung zu entwickeln und zu schärfen (insofern böte es sich an, das Seminar von Dr. Sadia Bajwa, „Urban South Asia“, zu belegen). Da eine Stadt in ihrem Erscheinungsbild nur visuell wahrnehmbar ist, basiert die Vorlesung auf zahlreichen Stadtplänen, idealtypischen Stadtentwürfen, Abbildungen von Straßen und Plätzen sowie Bildern von prominenten öffentlichen und ggf. privaten Gebäuden, die zusammen genommen der Stadt ihr ganz eigenes, individuelles Aussehen verliehen. Ein gewisses Lesevermögen von Stadtplänen bzw. ein generelles Orientierungsvermögen und räumliches Vorstellungsvermögen ist zweifelsohne von Vorteil für den Besuch der Vorlesung.

 

Diese richtet sich nicht nur an Studierende des IAAW, sondern generell an all diejenigen Studenten, die sich mit Stadtplanung und Stadtentwicklung beschäftigen. Studierende bekommen hier historisches Grundwissen vermittelt sowie einen Einblick in die aktuelle Forschung zu den kolonialen Hauptstädten Calcutta (1772-1912) und New Delhi (1912-1947). Während Calcutta eher einzelnen Planungsab­schnitten unterworfen war, besonders in der Zeit 1772 bis 1836, ist New Delhi, wie ehedem Washington (1792), eine Stadt, die auf dem Reißbrett entworfen und mehr oder weniger 1:1 realisiert wurde. Beide britisch-indischen Stadttypen zeigen beispielhaft die jeweils zeitgenössischen europäischen Vorstellungen von Stadtplanung, Stadtentwicklung und „urban design“.

 

Die Vorlesung findet zu der angegebenen Zeit als Zoom-Sitzung statt.

SYNCHRON

 

 

 

Literatur
  • J. P. Losty, Calcutta: City of Palaces.  A Survey of the City in the Days of the East India Company, 1690-1858. London: The British Library, Arnold Publishers, 1990;
  • Sten Nielsson, European Architecture in India, 1750-1850. London: Faber and Faber, 1968;
  • Andreas Volwahsen, Imperial Delhi. The British Capital of the Indian Empire. München etc.: Prestel Verlag, 2002
Prüfung

Keine Prüfung.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2021 gefunden:

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