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Die Sprechstimme in der Musik - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer 53467
Semester SoSe 2021 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mi. 10:00 bis 12:00 wöch     findet statt     1000
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Goll, Jasmin
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Science  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Im Seminar beschäftigen wir uns mit Erscheinungsformen von gesprochenem Wort in der Musik, die ein nuanciertes Spektrum – von einem losen Gefüge über die differenzierte Erfassung der Sprechstimme im Notentext bis hin zur Musikalisierung des gesprochenen Wortes und intermedialer Durchdringung reichend – aufspannen.

 

Zunächst widmen wir uns verschiedenen Verbindungsmöglichkeiten in musiktheatralen Gattungen im 18. und 19. Jahrhundert wie dem Singspiel, der Opéra comique und Erscheinungsformen des Melodrams, für die allesamt u. a. der Einsatz der Sprechstimme bzw. das Changieren zwischen Singen und Sprechen zu einem Gattungsmerkmal wurde. In exemplarischen Studien untersuchen wir jeweils die kompositorische und dramaturgische Einbindung der Sprechstimme.

 

In einer zweiten thematischen Einheit stehen Beispiele aus dem 20. Jahrhundert und die Frage, welche Parameter der Sprechstimme musikalisch notiert werden können, im Zentrum. Der Ausdrucksreichtum der Sprechstimme wurde intensiv kompositorisch genutzt und exploriert, sodass auch verstärkt Versuche unternommen wurden, Abschattierungen zwischen Sprechen und Singen mit (neuen) musikalischen Zeichen zu erfassen, die jedoch keine Konvention ausbildeten.

 

In einem dritten thematischen Block zum Verhältnis Schrift–Aufführung beschäftigen wir uns damit, wie das Vokal-Performative, das die Grenzen musikalischer Notation hervortreten lässt, analytisch greifbar werden kann, und gleichen computergestützte Analysen mit unseren Höreindrücken ab.

Literatur

Bayerdörfer, Hans-Peter (Hrsg.), Stimmen – Klänge – Töne. Synergien im szenischen Spiel (Forum Modernes Theater. Schriftenreihe, Bd. 30).

Betzwieser, Thomas, Singen und Sprechen: Ästhetik und Erscheinungsformen der Dialogoper, Stuttgart u. a. 2002.

Deppermann, Arnulf / Angelika Linke, Sprache intermedial. Stimme und Schrift, Bild und Ton, Berlin/Boston 2010 (Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache).

Hibberd, Sarah (Hrsg.), Melodramatic Voices: Understanding Music Drama, Farnham 2011.

Krämer, Ulrich, Schönberg und der Sprechgesang, München 2001 (Musik-Konzepte, Bd. 112/113).

Kühn, Ulrich, Sprech-Ton-Kunst. Musikalisches Sprechen und Formen des Melodrams im Schauspiel- und Musiktheater (1770–1933), Tübingen 2001.

Merrill, Julia, Die Sprechstimme in der Musik. Komposition, Notation, Transkription, Wiesbaden 2016 (Systematische Musikwissenschaft).

Prüfung

Wird ohne Prüfung abgeschlossen.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2021 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin