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Inszenatorische Auseinandersetzungen mit "La traviata" - Detailseite

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Grunddaten
Veranstaltungsart Praxisorientierte Lehrveranstaltung Veranstaltungsnummer 53479
Semester SoSe 2021 SWS 2
Rhythmus keine Übernahme Moodle-Link  
Veranstaltungsstatus Freigegeben für Vorlesungsverzeichnis  Freigegeben  Sprache deutsch
Belegungsfrist Es findet keine Online-Belegung über AGNES statt!
Veranstaltungsformat Digital

Termine

Gruppe 1
Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer
Mo. 14:00 bis 16:00 wöch     findet statt     1000
Gruppe 1:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Goll, Jasmin
Studiengänge
Abschluss Studiengang LP Semester
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Kernfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2014 )   -  
Bachelor of Arts  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Bachelor of Science  Musikwissenschaft Zweitfach ( Vertiefung: kein LA; POVersion: 2017 )   -  
Zuordnung zu Einrichtungen
Einrichtung
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
Inhalt
Kommentar

„Kühn bis zum Äußersten“ sei dieser Stoff laut Giuseppe Verdi, den er für seine Oper La traviata wählte. Der Brisanz des zeitgenössischen Sujets, die das Schicksal einer Kurtisane der Pariser Demimonde ins Zentrum rückt, begegnete man bei der Uraufführung jedoch eher ausweichend: Die Ausstattung rückte das Geschehen in historische Ferne, um die Drastik des zeitgenössischen Stoffes womöglich abzumildern.

 

Wie einzelne Regisseure La traviata, einer Oper, die fest in den Spielplänen der Opernhäuser verankert ist, inszenatorisch im 21. Jahrhundert begegnen, soll in der Lehrveranstaltung exemplarisch untersucht werden. Zugleich sollen sie vor dem Hintergrund der Inszenierungsgeschichte betrachtet werden. Im Zentrum stehen vier Inszenierungen, die beinahe kanonischen Status errungen haben. Den ausgewählten Regiearbeiten von Willy Decker (Salzburger Festspiele, 2005), Peter Konwitschny (Oper Graz, 2011), Benedikt von Peter (Staatsoper Hannover, 2011) und Simon Stone (Opéra national de Paris, 2019) liegen ganz unterschiedliche Arbeitsweisen, Deutungsansätze und Wirkungsästhetiken zugrunde, mit denen wir uns eingehend beschäftigen werden.

 

Methodisch bewegt sich der Kurs an einer Schnittstelle von Musik- und Theaterwissenschaft. Wir erarbeiten uns theatertheoretische Ansätze zur Inszenierungs- bzw. Aufführungsanalyse, arbeiten in Szenenanalysen anhand unterschiedlicher Parameter inszenatorische Mittel heraus und setzen diese in Beziehung zur dramaturgischen und musikalischen Anlage des Stücks. Das Ziel des Kurses ist, den Blick für szenische Vorgänge zu schärfen.

 

Literatur

Literatur:

Balme, Christopher / Berenika Szymanski-Düll (Hrsg.), Methoden der Theaterwissenschaft, Tübingen 2020 (Forum Modernes Theater. Schriftenreihe, Bd. 56).

Beyer, Barbara / Susanne Kogler / Roman Lemberg, Die Zukunft der Oper. Zwischen Hermeneutik und Performativität, Berlin 2014.

Fischer-Lichte, Erika, Performativität. Eine Einführung, Bielefeld 32016.

Fischer-Lichte, Erika, Ästhetik des Performativen, Frankfurt am Main 102017.

Oeck, Anja (Hrsg.), Musiktheater als Chance. Peter Konwitschny inszeniert, Berlin 2008.

Risi, Clemens, Oper in Performance. Analysen zur Aufführungsdimension von Operninszenierungen, Berlin 2017.

Schmid-Reiter, Isolde (Hrsg.), Opera Staging: Erzählweisen, Regensburg 2014 (Schriften der Europäischen Musiktheater-Akademie, Bd. 9).

Verdi, Giuseppe, La Traviata, hrsg. von Fabrizio Della Seta, Partitur, Mailand 1996 (The Works of Giuseppe Verdi, Series 1 – Operas, Bd. 19).

Vogt, Anna, Polyphonie der Zeichen: ästhetische Zeichensysteme und ihr Zusammenspiel in der Oper am Beispiel von Giuseppe Verdis ‚La Traviata‘, Berlin 2019.

Welker, Andrea (Hrsg.), Peter Konwitschny: ‚Mensch, Mensch, Mensch!‘. Oper als Zentrum der Gegenwart, Weitra 2015.

Weiler, Christel / Jens Roselt, Aufführungsanalyse. Eine Einführung, Tübingen 2017.

 

Prüfung

Wird ohne Prüfung abgeschlossen.

Strukturbaum

Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2021 gefunden:

Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | D-10099 Berlin